Versteigerung Gutshof - Lions Benefizturnier

Bilder Versteigerung im Gutshof

Versteigerung für den guten Zweck – Bilder vom Nachtma[h]l-en wurden nach dem Benefiz-Golfturnier der Lions im Gutshof auf der Anlage des Golfclubs Papenburg versteigert. An dem Benefiz-Golfturnier nahmen ca. 40 Spieler teil. Der Turnierorganisator Harald Pudlo von dem Lions Club und Marcus Reschke vom Restaurant Gutshof hatten die Idee mit der Versteigerung der Golfbilder, die im März beim Nachtma[h]l-en entstanden sind.

„Ein perfektes Motiv für den wunderbaren Golfplatz in Papenburg, den Editha Janson mit den zahlreichen Teilnehmern an drei Abenden auf die Leinwand gezaubert hat. Während der vierwöchigen Ausstellung haben die Besucher des Gutshofs und zahlreichen Golfer die Werke anschauen und bestaunen können“, so Marcus Reschke. Insgesamt wurden fünf Bilder von unterschiedlichen „Nachtma[h]l“ Künstlern versteigert und der Erlös von 373 Euro kam dem Förderverein Bunter Kreis Nord-West Niedersachsen e.V. zu Gute. Herzlichen Dank für diese großartige Spende, der Förderverein freut sich die Arbeit in der Nachsorge und den betroffenen Familien nachkommen zu können.

Zu den Künstlern und Bildern, die versteigert wurden:

Viola: Das Bild ist klar, strukturiert und ordentlich – dies entspricht Violas Ordnungsempfinden. Alles findet sich wieder, keine Überraschung oder doch?

  • Besonderheit: Irritation der Künstlerin durch zwei Golfbälle, dies eine klare Abweichung von der Vorlage und damit die besondere persönliche Note der Künstlerin – Fragen, die bleiben, beleben und erteilen den Auftrag nach Suche…

Petra: Liebt Blumen und ist Naturverbunden – genau richtig in der Norddeutschen Natur und Moorlandschaft

  • Das Bild besticht durch sein Grün!
  • Rote Blumen auf dem Golfplatz? Wo gib´s denn so was? Es sind Mohnblumen im Zinnoberrot auf dem Green durch die Vorliebe der Kontraste und der Naturliebe entstanden, das zeichnet dieses Kunstwerk im Besonderen aus.
  • Entstehung der Besonderheit verdeutlicht die Einzigartigkeit, Besonderheit und Persönlichkeit mit Wiedererkennungswert – zinnoberrot mehr als nur Farbe!…

Jan & Petra ein Gemeinschaftswerk:

  • Gemalt wurde während des Nacht Ma[h]l-en Events, innerhalb von zwei Stunden Essen und Kunst Inszenierung.
  • An dem Bild wurde abwechselnd gemalt, einmal Jan einmal Petra. Einer malt den Himmel, der andere das hintere Grün und wieder der andere das vordere Grün.
  • Ein dichter Wald wird von Jan vollendet, verborgen und geheimnisvoll wacht dieser im Gemälde, finden Tiere vielleicht sogar Wildschweine hier ihr zu Hause?
  • Herausforderung: ganz unterschiedliche Malweise der Künstler wie auch die Denkweise, die in einem Bild eine Symbiose finden – Wiederspiegelung in der Vollendung des Kunstwerkes.
  • Kein Golfball, die haben ja was vergessen? – nein, das soll so, eine bewusste Entscheidung der Künstler für diese Abweichung
  • Die Landschaft der Vorlage mit den satten Farben und dem wandelbaren Grün ist Vorlage und Inspiration für dieses Landschaftsbild.
  • Der Ballon – fährt leise und ruhig durch diese Landschaftsinspiration – ist der Kontrast ein Fluchtort für den Betrachter, ein kleines Geheimnis oder einfach nur schön – ein pastoser Auftrag von Farbe als künstlerische Beschreibung – von Jan gemalt.

Marita: Das Leben ist bunt und niemals langweilig – extra für die Versteigerung gemalt, was für eine tolle Idee.

  • Bewegte Farben, die Wolken ziehen nicht nur von rechts nach links
  • Es grünt so grün wie Spaniens Blühten blühen – nein das Green ist in den Bergen – Berg und Tal?

Markus Zum Bild:

„Ich suche nicht. Ich finde.“ (Pablo Picasso)

Mit diesem Satz deutet Picasso an, dass er sich nicht an Bildschöpfungen abarbeitet, die ohne Existenz sind. Er ergreift das Vorhandene und wird darin fündig. Das Bild zeigt den Fund.

Ein Bild entsteht im Kopf. Was wir sehen, ist nicht, was es ist. Ein Green ist nicht ein Hügel sondern eine Landschaft. Die Landschaft ist eine Ordnung, in der Regeln auffindbar sind. Was durch die Regeln begrenzt wird, findet auf dem Grund der Regeln Raum. Was in diesem Raum passiert, lässt das Bild entstehen, das wir vom Green haben. Das ist Sport. Wie man sieht, nicht nur für Holz und Putter, man kann darin auch laufen.

Natur macht den Bildraum frei – egal, was darin bewegt. Sichtbarkeit schafft Stabilität, sich selbst bewegen macht das Selbst stabil. Die Beschränkung der Mittel in der Kunst, die Ordnung des Spiels im Sport bringt uns in den Raum, der den Geist schärft und mithin Neues ermöglicht, zumindest aber Freiheit schafft. Wer Gebrauchsanweisungen liest, kennt die Regeln. Wer Sonne und Mond betrachtet weiß, wie sie aussehen, verändert aber beides nicht. Was gut ist. Farben sind Farben.

Wann sind Farben Mond oder Sonne? Wie entsteht der Raum im Geist?
Was sehen wir? –  Farbflächen? Räume? Regeln? Landschaft, Sport, Freiheit? Sonne? Mond?
Gemälde als flächig wachsende Gebilde, als wuchernde „Kopfplastiken“ sind Experiment. Strukturierte Fläche ist Ordnung und Freiraum.

Ein Gemälde sollte einfach angelegt sein und „nach oben“ offen, entwickelbar bleiben. Das, damit die technische Wiederholung – denn Malerei ist Technik – das Bekannte bewahrt und das Neue hinzunimmt. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr kann das Gemälde wachsen, individueller werden. Wo der Maler endet, entsteht Charakter – Imprim, Skizze, Flächenraum, Körper, Licht, Material, Atmosphäre. Oder Cartoon, Studie, Entwurf, Fragment und Finish. Realismus oder Phantasie wie Traum.

Das Bild ist Vergrößerung, Sein durch die Lupe betrachtet; Ausschnitt oder gerasterter Moment. Flüchtigkeit der Bewegung, Stabilität der Fläche. Oder – „Du kannst nur bewahren, was du in dir erhältst.“ Was sehen wir? Was betont wird, was auffällt oder verborgen, spät bemerkt, nach vorne springt, bleibt haften. Der Rest ist nur die Leinwand.

Wie im Leben.